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Zentralbahnhof
Jahr: 2013
Länge: 9 Min.
Produktion:: Felix Ehlert, Daidalos PiP
Produktionsassistenz: Vincent Franz, Julia Isermenger, Maren Ludwig, Aljoscha Müller, Martin Raisch
Buch & Regie: Felix Ehlert
Regieassistenz: Karl-Leontin Beger
Aufnahmeleitung: Wiebke Neumann
Script & Continuity: Marc von Wensiersky
Kamera: Jan Jungwirth
Kamera-Assistenz: Katharina Nagler, Max Scholz
Kran-Operator & Kamerabühne: Robert Schulzmann
Kamerabühnenassistenz: Vincent Franz, Aljoscha Müller, Martin Raisch, Thilo Schott
Oberbeleuchter: Nils Künstler
Beleuchter: Benjamin Schneider
Lichtassistenz: Christine Wetzel
Ton & Tonmischung: Cornelius Koch
Tonassistenz & Boom Operator: Jochen Sieberling
Schnitt: Jan Gadermann
Set-Design: Silke Kirschbaum, Kathrin Hergt, Sina Nadine Kraushaar
Kulissenbau: Max Duckwitz, Frank Tomschin, Vincent Franz, Martin Raisch
Darsteller: Christian Harting ('Jemand'), Reiner Wagner ('Anwalt'), Sibylle Brandl ('Freundin'), Michael Kehr ('1. Freund'), Marcel Stenglein ('2. Freund'), Herta Georg ('Nachbarin'), Sven Eric Panitz ('1. Arbeiter'), Karl-Leontin Beger ('2. Arbeiter')

›Zentralbahnhof‹ ist die Kurzfilmfassung der gleichnamigen Geschichte des vielfach preisgekrönten Autors Günter Kunert. Sie erzählt die Geschichte eines nur als ›Jemand‹ bezeichneten Mannes, der eines Morgens einen Brief in seiner Wohnung vorfindet, der ihn auffordert, sich in einer Toilettenkabine des örtlichen Bahnhofs zu seiner Hinrichtung einzufinden. Weder seine Freunde noch ein konsultierter Anwalt können ihm in dieser Situation helfen – zweiter vermutet einen Tippfehler und rät, den Termin wahrzunehmen, »um Repressalien auszuweichen«.
Nachts wachliegend, neidisch einer Fliege lauschend, überkommt den Mann Angst. Erfolglos klingelt er bei einem Nachbarn.
So macht er sich am vorgeschriebenen Tag auf den Weg zum Zentralbahnhof, wo ihn Optimismus überkommt: Es wird ein Druckfehler gewesen sein. Er betritt die Kabine und – wird einige Zeit später tot von dort entfernt. Kunert schließt mit der Feststellung, über den Bahnhof wisse jeder, »dass ihn weder ein Zug jemals erreicht noch verlassen hatte, obwohl oft über seinem Dach der Rauch angeblicher Lokomotiven hing«.

Die Geschichte stellt damit eine eindrucksvolle und zeitlose Parabel auf die Mechanismen totalitärer Bürokratien dar, die, ausgehend vom 3. Reich, auf historische repressive Systeme weltweit wie auch aktuelle Konflikte, beispielsweise den Arabischen Frühling, verweist.

Die Verfilmung orientiert sich in allen zentralen Punkten an der Geschichte, interpretiert diese dabei jedoch auch auf der Basis einer ausführlichen literaturtheoretischen Beschäftigung mit Werk und Autor und unterstreicht wichtige Gedanken. Verweise auf literatur-, kunst- und filmhistorische ähnliche Stile und Motive erschließen zusätzlich weitere Bedeutungsebenen.

Das Verfilmungsrecht ist vom Hanser Verlag erteilt, das Projekt vom Autor abgesegnet.

Die Finanzierung erfolgt durch einen Zuschuss der Nachwuchsförderung Rheinland-Pfalz, des AStA Mainz, des Studierendenwerk Mainz und aus Eigenmitteln.

Die Auswertung erfolgt nun in den kommenden Monaten durch Einreichung bei zahlreichen (Kurz-)Filmfestivals.


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Vorlage: Kurzgeschichte (extern) [Die Rechte liegen beim Hanser Verlag; erschienen in Tagträume in Berlin und andernorts. Kleine Prosa. Erzählungen. Aufsätze. München: Carl Hanser Verlag 1972. S. 232-233.]

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